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"wirtschaft und widerstand in ecuador"
| Ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landes ist die
Erdölförderung, welche 42% des Exportgewinnes
ausmacht. Die Karte der Konzession für den Erdölabbau im
ecuadorianischen Amazonasgebiet sieht aus
wie ein Schachbrett- willkürlich werden Rechtecke auf
der Karte gezogen, in Blöcke nummeriert und unter
verschiedenen ausländischen Erdölfirmen verschachert.
Auch sind dem ecuadorianischen Staat beim Ausverkauf der
Konzession die Bedürfnisse der BewohnerInnen oder gar
die Einzigartigkeit der Ökosysteme vollkommen egal.
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Erdölkonzessionen im Oriente
(AcciónEcológica1993)
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Indigene Völker des Oriente (AcciónEcológica1994)
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| Für
Vergrößerung die Karten bitte anklicken |
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Die indigenen Völkergruppen leisten seit der
Konzessionsvergabe 1996 relativ erfolgreichen Widerstand.
Doch sind die Auswirkungen auf Flora, Fauna und dort lebende
indigene Völker unübersehbar.
Die Bilanz nach fast 40 Jahren Erölabbau im
nördlichen Amazonastiefland ist düster:
Abholzung tausendener
Hektar Regenwald, ständige Vergiftung von Böden,
Wasser, Wald, Tieren und Menschen durch die
Verbrennung von Gas, alte Abwasserbecken, undichte und/oder
veraltete Anlagen, Pipelines etc. Ein Indigena-Stamm,
die Tetetes, verschwand vollständig - das Eindringen
der US-Oelfirma Texaco vergiftete deren Lebensraum und
deren Nahrungsquellen und brachte für diese unbekannte
Krankheiten mit sich. Auch andere Gebiete, die einst natürliche Lebensgrundlage
indianischer Stämme waren, sind dermaßen verseucht, dass
die Stammesmitglieder das Land ihrer Vorfahren verlassen
mussten.
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Allein im Jahr 2001 liefen aus undichten Pipelines etwa
4,9 Millionen Liter Erdöl aus.
Ausserdem brach die staatl. SOTE-Oelpipeline (vor 30 Jahren
von Texaco errichtet). Dabei gelangten 8.000 bis 10.000 Barrel
Rohöl durch das Leck über Flüsse in den
Papallacta-See, der zu 40% mit Rohöl bedeckt war und das
umliegende Naturschutzgebiet verschmutzte. Die West-LB
finanzierte die Baumassnahmen.
Anfang 2005 wurden ökologisch besonders bedeutsame
Urwaldgebiete Ecuadors durch absichtlich beschädigte
Pipelines verschmutzt.
Ölkatastrophen stehen an der Tagesordnung.
Oberhalb einer Schule ist eine Pipeline gebrochen und hat die
umliegenden Bäche völlig mit Öl verseucht.
Das Rohöl ist an beiden Seiten der Schule vorbei
geflossen und hat hinter dem Gebäude einen ca. 200 m²
großen Ölsee gebildet.
Zeitungsartikel der gebrochenen SOTE-Pipeline im Papallacta Gebiet
"Die Luft war schwer von giftigen Dämpfen und schon nach
wenigen Minuten stellten sich bei uns Übelkeit und
Brechreiz ein", berichtet GLOBAL 2000-Pressesprecher Andreas
Baur. Die Langzeitfolgen für die betroffenen Kinder sind
furchtbar, da in der Schule kein unabhängiger
Wasseranschluss vorhanden ist, sondern das Wasser aus den
Bächen getrunken wird. Nach einer Studie der
ecuadorianischen Gesundheitsbehörde und der Harvard
Universität gab es ein ungewöhnlich hohes Vorkommen
von acht verschiedenen Krebsarten, verursacht durch die
Folgen der Erdölförderung.
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Ölsee hinter dem Schulgebäude
Trinkwasserwerk unterhalb der oberirdisch verlegten SOTE-Pipeline
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Die Liste der Zerstörung der Natur und der klimatischen Veränderungen und somit auch des
Zerfalls der Kulturen ist lang.
Bereits
40 % des ecuadorianischen Regenwaldes sind durch die
Erdölförderung vernichtet.
Darüber hinaus ist die Landwirtschaft durch die Abholzung
tropischer Regenwälder für Anbauflächen von
Ölpalmen, Reis, Mais, Yucca und Zuckerrohr eine weitere
Bedrohung. Auch Tabak, Kaffee und Kakao sind historisch
bedeutende landwirtschaftliche Produkte der Provinz.
Weiter basiert die Vernichtung des Regenwaldes auf der Ausbeutung durch die
Holzindustrie wie auch auf der Landgewinnung zur Rinderzucht,
welche weiterhin expandiert.
So wird die einstmals undurchdringliche Wildnis zum Schauplatz moderner
Zerstörung.
| Die indigenen Gruppen, die trotz des kolonialen
Wirtschaftssystemes weiter bestanden und sich auch mit der
Gründung der Republik Ecuador kaum veränderten,
wurden nach einem Gesetz von 1937 über gemeinschaftliche
Organisation und Betriebsweise vielfach als "comunas" anerkannt.
Diese Gemeinschaften bilden noch heute das Rückgrat der
Indigenen Organisationen. Es gibt heute schätzungsweise
2.500 indigene Organisationen in Ecuador, die seit den 1980ern
zunehmend auf Kanton-, Provinz- sowie nationaler und
internationaler Ebene vernetzt sind, um landesweit
vielfältige Ziele zu verfolgen: U.a. die
offizielle Anerkennung von Landrechten und von indigenen
Sprachen und Kulturen, der Schutz der natürlichen
Ressourcen, mehr Autonomie und Selbstbestimmung sowie
verfassungsmässig zugesicherte Anerkennung des
indigenen Rechtssystemes und verbesserte politische
Partizipation. |
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Der nach wie vor begrenzte Zugang der
Indigenas zu den politischen Entscheidungszentren des Landes
bewegt sie, ihre Interessen in erster Linie auf der Straße durch
militante Massenproteste und Aufstände zu vertreten,
welche auch die Legitimität der demokratischen
Institutionen in Frage stellen. Es gibt immer wieder
Angriffe in Form von gewalttätigen Auseinandersetzungen;
Drohungen, Morde und finanzielle Bestechungen, um die zum
Teil unübersichtliche Organisation verschiedener
Stämme und deren Ziele zu zertrümmern.
Politisch einseitige Entscheidungen haben dazu geführt,
dass z.B. das ecuadorianische Militär, wie überall, nicht seine
Bevölkerung unterstützt, sondern die Interessen des Staates - hier die Erdölriesen
und deren Baustellen. Schüsse fallen auf HüterInnen
von Pachamama (Quichua f&uul;r Mutter Erde). Jährliche Zahlungen von den USA an
Ecuador werden im Rahmen des Anti-Drogenpaketes "Plan Colombia"
als Militärhilfe deklariert(2003: 30 Millionen US$
!! 2004: 45 Millionen US$). Tiefergehende Infos zum Plan Colombia
findet ihr auf unserer Cofan-Tribe in trouble Web-page: http://www.kesselberg.info/cofan/espanol/index.html
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"Raus mit den Hunden u. Dieben von Perenco"
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P gierige Erdöfirmen E Egoisten und Lügner R klauen unserer Reichtümer E betrügen die Menschen N niemals erfüllete Angebote C bestechen die Führer O Verursacher des Todes
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Mehr dazu könnt ihr unseren vor Ort gedrehten
Kurzfilmen entnehmen, die demnächst zum Download vorhanden sind.
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